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Laborkartei



Analysenname

Gesamtprotein
Serum


Institut / Labor / Telefon

Institut für Klinische Chemie und Immunologie - 041 205 52 52


Auftragsformular
Rubrik

IKCI: Plasma/Serum
Proteine/ Entzündung


Material

Serum [Monovette braun]




Patientenvorbereitung

Blutentnahme am liegenden oder sitzenden Patienten nach 15 Minuten Ruhe (Entnahme in aufrechter Körperhaltung ergibt bis zu 10 % höheren Wert), keine körperliche Betätigung vor Blutentnahme


Probenentnahme

Vene maximal 3 Minuten stauen


Mindestvolumen

2 mL Blut


Mindestvolumen Kinder



-


Analysenfrequenz

täglich


Haltbarkeit / Lagerung / Nachbestellung

Serum 1 Mo bei + 4 - 8 °C
7 d


Methode

Farbtest, Biuret-Methode [Cobas 6000]


Referenzbereich

Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.

Messgenauigkeit besser als 3%
Signifikanter Anstieg für einen gegebenen Patienten (RCV) = 8%

Material
Alter
Referenzbereich
Serum
    Erwachsene
66 - 87 g/L
    Nabelschnur
    Frühgeborene
    Neugeborene
    1 Woche
    7 Monate - 1 Jahr
    1 - 2 Jahre
    > 3 Jahre
48 - 80 g/L
36 - 60 g/L
46 - 70 g/L
44 - 76 g/L
51 - 73 g/L
56 - 75 g/L
60 - 80 g/L



Taxpunkte, AL-Position

2.5 Taxpunkte

1634.00


Indikation

pathologische Blutsenkung, monoklonale Gammopathie, Proteinurie, Polyurie, Ödeme, chronische Nierenerkrankungen, chronische Lebererkrankungen, Malabsorptionssyndrom, Blutungen, Schockzustand, Verbrennungen, Intensivpatienten


Alternative Suchbegriffe

Total Protein, TP, Eiweiss gesamt


Laborkartei-Links

Gesamtprotein [Urin], Proteinelektrophorese [Serum]


Web-Links

-





Diagnostische Beurteilung


Diagnostische Beurteilung

Erhöhte Werte
vermehrte Synthese (monoklonale Gammopathien, akute Entzündungen, chronische Entzündungen), Dehydratation durch Störung des Wasser- oder Elektrolythaushaltes

Erniedrigte Werte
verminderte Synthese (schwere Lebererkrankungen, Eiweiss-Mangelernährung, Malabsorptionssyndrom, genetisch bedingt [Antikörpermangelsyndrom, Analbuminämie]), Proteinverluste (Proteinurie, Proteinverluste im Darm [exsudative Enteropathie], Ascites, Pleuraexsudat, Verbrennungen, bullöse Dermatosen, Stunden bis einige Tage nach akuten Blutungen), Schwangerschaft (Pseudohypoproteinämie durch Vergrösserung des Intravasalvolumens), Hyperhydratation durch Störung des Wasser- oder Elektrolythaushaltes, Infusionstherapie

Analytische Interferenzen
Proben von Patienten mit Gammopathie, insbesondere vom Typ IgM (Waldenström-Makroglobulinämie), können in seltenen Fällen zu unzuverlässigen Resultaten führen
Medikamente:Dextran (Promit, Rheomacrodex) > 30 mg/mL [analytisch]



Umrechnung / Faktor

[g/L] × 0.1 = [g/dL]
[g/dL] × 10 = [g/L]


Klinik, Biochemie


Ein abnormes Gesamtprotein ist in manchen Fällen von einer Dysproteinämie begleitet.

Bei einer Dysproteinämie ist das Verhältnis der Konzentrationen der einzelnen Plasmaproteine verändert. Es werden bestimmte Proteine vermehrt gebildet, selektiv verloren (Niere, Darm) oder verbraucht. Die Proteinelektrophorese zeigt möglicherweise ein pathologisches Resultat, der Hämatokrit ist normal. Dysproteinämien treten z. B. bei monoklonalen Gammopathien, akuten und chronischen Entzündungen, Proteinurien, Proteinmangelernährung und Lebererkrankungen auf.

Dagegen sind bei einer Hyper- oder Hypoproteinämie, als Folge einer Störung des Wasser- oder Elektrolythaushaltes, alle Serumproteine gleichsinnig vermehrt oder vermindert. Die Proteinelektrophorese zeigt ein normales Resultat, der Hämatokrit ist pathologisch.

Auch Proteinverluste in den Darm oder durch die Haut (Verbrennungen) sind nicht selektiv.



Erstellung und Freigabe


Erstellt

Geprüft

Freigabe


08/11/2004 09:34 AM

11/08/2012

11/08/2012


Lili

Walz B.

Printzen G.